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Babel, Jerusalem, Berlin

Die Blaupause Babylon hat ausgedient. Wasser und Milch, Wein und Brot andere Köstlichkeiten, sie sind schier unbezahlbar für Menschen am Rande des Existenzminimums. Kein Grundeinkommen für alle. Keine Aussicht, die Schere zwischen arm und reich wieder kleiner werden zu lassen. „Warum zählt ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und euren sauren Verdienst für das, was nicht satt macht?“ Mit anderen Worten: Einstweilen geht’s nur ums Überleben. Das, was trägt, das, was Zukunft möglich macht, das speist sich aus anderen Quellen. Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst! Und weiter: Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben. Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben!

Allen Katastrophen zum Trotz: Es ist der Glaube an Gott, der Leben erst möglich macht. Der Glaube an Gott, der den Weg von Jerusalem nach Babylon mitgemacht – der geholfen hat, das Exil auszuhalten und zu überleben. Es ist erneut dieser Glaube, der allemal so wichtig ist wie Wasser und Wein, Milch und Brot. Alles, was ihr zum Leben braucht, alles, was Zukunft ermöglicht, das gibt es: Umsonst!

Was sich anhört wie ein Ausschnitt aus dem Kommunistischen Manifest: Abschaffung des Geldes als Zahlungsmittel. Alle Lebensmittel – umsonst! Jeder nach seinen, jede nach ihren Bedürfnissen – es ist in Wirklichkeit der kritische Gegenentwurf des Gottes aus Jerusalem zum Lebensparadigma aus Babylon. Nicht Ischtar und Marduk, nicht der Glanz der Metropole mit ihren Weltwundern macht Zukunft möglich.

Wer Zukunft bauen will, muss sie auf Vertrauen gründen. Auf das Vertrauen, dass die Geschichte des Gottesglaubens weitergeht.

Die ganze Predigt finden sie hier!

Achtung: Meine nächsten Wort-zum-Tag-Beiträge werden vom 4.-6. Juli 2019 jeweils um 7.57 Uhr auf SWR 2 gesendet!