Kommentar

"Fremder" November!

Ich liebe den November nicht. Es ist der Monat, der mir am wenigsten zusagt. Garstig finde ich ihn oft. Seine Kälte kriecht in jeden Winkel. Kalter Nieselregen, so dass ich am liebsten zu Hause bleibe. Herbststürme, die verhindern, dass ich sorglos spazieren gehe. Der Nebel gibt selbst das Nachbarhaus dem Verschwinden preis. Ungemütlich und fremd kommt mit der November vor. Ich kann auf seine Unbehaglichkeit und seine Befremdlichkeit gut verzichten. Und ich bin jedes Jahr froh, wenn die knackigen Wintertage kommen. Klirrende Kälte. Blauer Himmel. Etwas Schnee vielleicht. Und strahlender Sonnenschein.

Wie es einem mit dem November ergehen kann, so kann es sich auch mit den Predigttexten im November verhalten. Befremdliche Texte am Ende des Kirchenjahres. Ums Ende der Welt geht’s da. Um die Endlichkeit des Menschen. Um die sogenannten letzten Dinge.

Die einen lieben diese Zeit des Kirchenjahres mit ihren besonderen biblischen Bezügen. Und mit den für sie typischen Chorälen. Andere können ihr wenig abgewinnen. Ja sie fürchten sie sogar. Texte, die unbequem und verquer daherkommen. Zumindest beim ersten Lesen und Hinhören. Und deren Türen in unser Leben sich nicht beim ersten Druck auf die Klinke öffnen lassen.

Ziehen sie sich warm an und lassen sie sich ein auf diese biblische Novemberwelt!


Neugierig geworden? Die ganze Predigt finden Sie hier!

Traugott Schächtele 03.12.2001

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