Kommentar

Mutmachmenschen sind gefragt

Wahrhaftig, es sind diese Mutmach-Menschen, denen ich die Kühnheit meines Glaubens verdanke. Es sind diese Mutmach-Menschen, die in mir etwas wachrufen, was meinen Senfkorn-Glauben wuchern und wachsen lässt.

Eine 16-jährige Schülerin, die die Politik zum Nachdenken oder gar zu einem Perspektiv-Wechsel bringt. Ordensschwestern in Asien und Landarbeiter in Südamerika, die sich den Mächtigen mutig entgegenstellen. Eine ehemalige Weltmeisterin im Bahnrad-fahren, eine junge Frau, die über die Medien andere mit ihrer Lebenszuversicht an-steckt.

Es sind Menschen in Israel-Palästina, die auf eine gemeinsame friedliche Zukunft setzen – durch gemeinsame Schule, gemeinsame Wohnprojekte, gemeinsame öffentliche Kundgebungen. Dem Evangelisten Johannes würde der Atem stocken, wenn er sähe, was hier möglich ist.

Es ist dieser eine, der mit seinem Leben ein Zeichen setzt: der die Kranken heilt und die an den Rand Gedrängten in die Mitte stellt. Der Feinden den Wind aus den Segeln nimmt und Gräben der Entfremdung überbrückt. Es ist dieser eine, der wahrhaft Mensch wird und gerade dadurch Gott unter uns lebendig werden lässt. Es ist dieser eine, der die Hungrigen speist und die mutlose Realisten zum Träumen bringt

Traugott Schächtele

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