Themagottesdienst im Rieselfeld
„Ich bin in meinem Element
- von Erde, Wasser, luft und Feuer und noch mehr - “
am Sonntag, den 20. Oktober 2002 (21. S. n.Tr)
in der maria magdalena gemeinde in Freiburg
mit den Taufen vo


Keyboard-Vorspiel
Begrüßung
- Herzliches Willkomen - Kennen sie den Stoff, aus dem das Leben ist? Das Ur-Element nicht unseres Seins, sondern unseres So-Seins! Jene geheimnisvolle Quelle unserer Motivation, wenn wir so richtig in unserem Element sind. Den Ur-Elementen des Lebens wollen wir heute nachgehen in diesem Gottesdienst. Er steht unter dem Thema: „Ich bin in meinem Element! – Von Erde, Wasser, Luft und Feuer und noch mehr.“

Jetzt aber wollen wir erst einmal miteinander singen:

EG 455,1-3: Morgenlicht leuchtet

Votum
Um’s Wasser kommen wir heute keinesfalls herum. Denn in diesem Gottesdienst feiern wir zwei Taufen. Darum begrüße ich die Tauffamilien Braun-Neubrand ganz besonders in unserer Mitte. Und natürlich vor allem die beiden, die getauft werden sollen: nämlich Lasse und Fabian. Jeder Gottesdienst beginnt mit einer kleinen Tauferinnerung. Mit denselben Worten, mit denen nachher getauft wird, wollen wir diesen Gottesdienst beginnen und feiern:

L: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.
G. Amen.

Wir grüßen einander mit dem alten Gruß der ersten Christinnen und Christen:

L: Der Herr sei mit euch!
G: Und mit deinem Geist!

Dies ist der Tag, den der Herr macht. Lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

Eingangsgebet
Was war das für eine Woche, die hinter uns liegt, Gott! Wieviel Einsatz an Zeit und Kraft. Wieviel Liegengebliebenes und Aufgeschobenes. Wieviele Worte, die besser ungesagt geblieben wären. Wieviele Träume, zerplatzt wie ein Luftballon. Wieviel vergebliche Liebesmüh. Wieviele Hoffnungen am seidenen Faden. Doch wir werden unseren Glauben nicht drangebe, Gott. Weil du uns nahe kommst, vertrauen wir dem Leben und singen:

EG 665 Kehrvers: Zeichen und Wunder sahen wir geschehn

Was ist das für eine Woche, die hinter uns liegt, Gott! Tödliche Gewalt auf Bali. Menschen in Angst vor dem nächsten Opfer in Washington. Kriegsgetrommel allenthalben. Große Reden. Geschönte Zahlen anstatt Wandel zum Guten. Tagelange Beratungen in New York und Berlin - und noch so wenig Handfestes und Ermutigendes, das weiterhelfen kann. Doch wir werden unsere Hoffnungen nicht wegwerfen, Gott. Weil du uns nahe kommst, vertrauen wir dem Leben und singen:

EG 665 Kehrvers: Zeichen und Wunder sahen wir geschehn

Was ist das für eine Woche, die hinter uns liegt, Gott! Wieviel Gelingen – Sichtbares und im Verborgenen. Wieviel an kleinem und an großem Erfolg – wider alle Erwartung. Wieviel an schönen und unerwarteten Begegnungen. Wieviel Vorfreude und durchgehaltenes Erwartung. Wieviel Staunen über das Wunder des Lebens. Über die Wohltat einer Umarmung. Über das Glück der Liebe, die unser Leben schön macht. Weil du, Gott, uns nahe kommst, vertrauen wir dem Leben und singen:

EG 665 Kehrvers: Zeichen und Wunder sahen wir geschehn

Ja selbst dem Tod stellst du dich in deiner Lebendigkeit entgegen. Du, Gott, kannst Hoffnung in Angst und Trauer in Freude verwandeln. Das lässt uns leben. Und es lässt uns das Leben feiern. Auch heute Morgen. Amen.

LL EG 272: Ich lobe meinen Gott

Hinführung zum Thema
Waren sie schon einmal so richtig in ihrem Element? So richtig begeistert bei einer Sache. So sehr fasziniert – so sehr in Beschlag genommen, dass auch andere gemerkt haben, Ja jetzt ist er – jetzt ist sie bei ihrer Sache. Und sie selber haben’s dann auch gespürt. Da ist etwas in mir zum Klingen gebracht geworden, das schon längst in mich hineingelegt war. Irgendwie sind wir dann im Einklang. Mit uns selber. Mit den anderen. Mit uns selbst. Und wo es nicht so ist, meldet sich allemal die Sehnsucht danach.

Welches sind denn nun die Elemente des Lebens? Die Naturphilosophen der Antike haben sich diese Frage auch schon gestellt. Thales. Anaximenes. Empedokles (* 490 v.Chr. auf Sizilien). Letzter hat als erster jene vier Urstoffe nebeneinander gestellt, die wir auch noch heute noch mit einer gewissen Ehrfurcht miteinander nennen. Und das, obwohl uns die Naturwissenschaften längst anderes gelehrt haben. Die Urelemente des Lebens, ja unseres ganzen Daseins – das seien eben:

Erde, Wasser, Luft und Feuer.


Und wenn wir uns unser Gespür für Urtümlichkeit und Symbolik erhalten haben, werden wir merken, dass diese Antwort – zweieinhalbtausend Jahre alt - getragen ist von einem tiefen Wissen. Einem Wissen, das wir auch in der Bibel bestätigt finden.

Jedem der vier genannten Ur-Elemente möchten wir uns nun zuwenden.

Erd-Meditation

SpecherIn 1
Eine Schale voller Erde
Habe ich auf den Altar gestellt.
Frische, gut duftende Erde.
Erde - der Grund, der uns trägt.
Element des Lebens.
Wie das Wasser. Die Luft. Das Feuer.
Die Erde - der Stoff,
aus dem wir Menschen gemacht sind.

"Da machte Gott, der Herr, den Menschen –
aus Erde vom Acker.
Und aus Erde vom Acker
machte er alle Tiere auf dem Feld
und brachte sie zum Menschen,
damit der Mensch jedem Tier einen Namen gebe."

So lesen wir es ganz am Anfang der Bibel.

- braunes Tuch auf den Altar legen -

Liturg
3000 Jahre alt ist dieser Bericht.
Aus einer Zeit,
in der die Menschen
sich ihrer Abhängigkeit von der Erde
noch bewusster waren als heute.
Das Leben wurde der Erde abgerungen.
Als Weidegrund für das Vieh.
Als Ackerland für die Früchte,
von denen man lebte.
Kein Wunder:
Wo Menschen noch wissen,
dass sie ihr Leben der Erde verdanken,
halten sie die Erde für die Grundelement ihrer eigenen Existenz.
Woraus, wenn nicht aus der Erde,
hätte Gott den Menschen formen sollen?
Der erste Mensch – er ist aus Erde gemacht.
Adamah nannten die Menschen damals
den fruchtbaren Boden in ihrer Sprache.
Adam ist der aus der Erde gemachte.
Adam, der Erdmensch.
Der irdische Mensch,
Ebenbild und Gegenüber Gottes.
Davon befreit,
sich gottgleich gebärden zu müssen.

Wir wissen heute:
Der Mensch ist nicht einfach aus Erde gemacht.
Er steht am Ende einer jahrmillionenlangen Kette
der Entwicklung immer neuen Lebens.
Aber über unser Wissen
ist und die Weisheit verloren gegangen.
Die Erkenntnis unserer Abhängigkeit von der Erde.
Die Erde wird geschunden.
Mit Gift getränkt.
Mit Beton überzogen
Würdelos umgewühlt.
Aber sie ist nicht tot.
Die Erde steckt voller Leben.
Voll Feuchte des Wassers.
Voller Wimmeln der Käfer.
Was wir der Erde zufügen,
fügen wir darum uns selber zu.
Indem wir die Erde drangeben,
opfern wir uns selbst.

Heilig sollte uns die Erde sein,
der wir unser Dasein verdanken.

"Von Erde bist du genommen.
Zu Erde sollst du wieder werden."


Bei jeder Beerdigung hören wir diese Worte.
Wer wieder zu Erde wird,
verfällt nicht dem Tod.
Er wird verwandelt.
Geht von einer Form der Lebendigkeit über in eine andere.
In die Lebendigkeit der Erde.
Und viel mehr noch.
in die Lebendigkeit Gottes.
Gott ist uns auf der Erde so nah wie im Himmel,
wo wir ihn vermuten.
Die Erde ist sein Element.
Auf der Erde will er uns zur Lebensfreude verlocken
und zum Jubel.
Wir können uns mutig zur Erde bekennen.
Dürfen uns erden lassen.
Damit wir den Himmel gewinnen.

EG 499,1+3: Erd und Himmel sollen singen

Feuer-Meditation

SprecherIn 2
Zwei brennende Kerzen
habe ich hier auf den Altar gestellt.
Zwei Taufkerzen
Zwei kleine Flammen nur.
Und doch Sinnbild des Feuers.
Feuer – heiliges Feuer.
Element des Lebens.
Wie das Wasser. Die Erde. Die Luft.
Gott selber erschien dem Mose
in der Gestalt des Feuers.

„Und Mose sah, dass der Dornbusch brannte wie von Feuer und dass er doch nicht verzehrt wurde. Und als Gott sah, dass er hing, um sich den Busch näher anzusehen, sprach er: Tritt nicht näher heran. Der Boden, auf dem du stehst, ist heilig. Denn ich bin Gott, dem schon deine Väter und Mütter gedient haben. Da verhüllte Mose sein Gesicht, denn er fürchtete sich, Gott zu schauen.“


- rotes Tuch auf den Altar legen -

Liturg
Einst war das Feuer der Ursprung menschlicher Kultur.
Feuer bedeutet Wärme.
Feuerstellen waren der Mittelpunkt menschlichen Wohnens.
Als Herdfeuer mitten im Haus.

Freudenfeuer –
in alter Zeit entfacht als Zeichen des Sieges über den Winter.
Als Zeichen des Opfers,
um die Götter gnädig zu stimmen.
Gezähmtes Feuer.
Denn wenn es außer Rand und Band gerät,
dann widersteht im keiner.

Feuerbrünste legten ganze Städte in Schutt und Asche.
Synagogen brannten in diesem Land.
Auch in dieser Stadt.
Wehe, wer hier nicht widersteht.

Wo immer Gott zu seinem Volk gesprochen hat
auf dem Weg durch die Wüste,
war sein Erscheinen von Feuer begleitet.
Den Weg in die Freiheit wies Gott
als brennende Säule.
Feuer ist göttlichen Ursprungs.

Auch Jesus greift auf das Bild des Feuers zurück:

„Ich bin gekommen,
ein Feuer anzuzünden auf Erden.
Was wollte ich lieber,
als dass es schon brennte.“


Nicht einfach nur lieb
ist der Gott,
den wir in Jesus wiedererkennen.
Verzehrend ist er.
Will Klarheit und Scheidung.
Das mutige Wort,
das die Hülle vertilgt,
die die Wahrheit verdeckt.
Brandsätze der Liebe zu legen
In dieser Welt,
das ist uns aufgetragen.
Das Leben selber
Verschlingt wie ein Feuer
selbst den Tod.
Ihm bleibt nur die Asche.

EG 648,2+3: Ein Funke, kaum zu sehn


Luft-Meditation

SprecherIn 3
Luft brauche ich nicht eigens mitzubringen.
Sie ist im Überfluss vorhanden.
Sie erfüllt diesen Raum.
Sie kriecht sich in jede noch so kleine Ecke.
Nur wo Luft ist, ist Leben.
Am Anfang der Bibel lesen wir:

Als Gott, der Herr, den Menschen gemacht hatte aus Erde,
blies er ihm einen Lufthauch in seine Nase
als Odem des Lebens.
So ward der Mensch ein lebendiges Wesen.


- weißes Tuch auf den Altar legen -
Liturg
Nicht einfach ein Gasgemisch ist die Luft.
20 Prozent Sauerstoff. 80 Prozent Stickstoff.
In der Bibel ist wenig von der Luft zu lesen.
Zu selbstverständlich –
zu unhinterfragt ist ihr Dasein.
Und doch wird der Luft eine besondere Qualität zugesprochen.
Odem des Lebens ist die Luft.
Einatmen und Ausatmen.
Zeichen unserer Lebendigkeit,
die mehr ist als nur ein biologischer Vorgang.
Erquickend,
wenn sie aus der Frische des Morgens unsere Lungen füllt.
Unangenehm, wenn wir ihr nicht trauen können.
Gefährlich, ja tödlich,
wenn sich menschgemachtes Gift darin ansammelt.

Unrecht tut man der Luft,
wenn man sie zum Sinnbild des Nichts macht.
Du bist für mich Luft.
Bedingung unseres Daseins ist sie.
Vom ersten Atemzug bis zum letzten
Der erste wahrgenommene Zeichen von Lebendigkeit
nach der Geburt eines Kindes –
das erste Gurren –
der erste Schrei –
Nichts anderes als Luft,
die die Stimmbänder zur Regung bringen.
Frische Luft –
ein Ausdruck für den möglichen Neuanfang.
Luft ist von göttlicher Qualität.
Unsichtbar ist sie.
Doch unverzichtbar zugleich.
Wenn sie uns auszugehen droht,
ist Gefahr im Verzug.
Wo wir sie einlassen,
wo frische Luft Raum findet,
da wird der Neuanfang möglich.
Da wird Auferstehung erahnt.
Mitten im Leben.
Mitten am Tag.

EG 432,1+3: Gott gab uns Atem

Bleibt das Wasser.
Ur-Zeichen des Lebens in der Taufe.
Schön ist es, dass wir heute zwei Taufen feiern können.
Tauffeste sind Hoffnungsfeste.
Tauffeste sind aber auch Wasserfeste.

Wenn wir taufen, dann tun wir das, weil wir am Ende des Mathäusevangeliums lesen:

Christus spricht: Gott hat mir alle Verantwortung und alle Macht anvertraut – im Himmel und auf der Erde. Darum geht hin und macht alle Völker zu Jüngerinnen und Jünger. Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Und haltet ihnen all das in Erinnerung, was ihr von mir gelernt habt. Und vergesst nicht: Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Zeit.

Seit alters her gehört zur Taufe das Bekenntnis des Glaubens. Wir wollen diese alten Worte des Lebens auch heute wieder miteinander sprechen. (bitte aufstehen):

Apostolicum

Wir taufen mit Wasser, dem Urelement des Lebens. Wasser ist nicht tot. Schon gar nicht das Wasser des Neunaugenbachs, mit dem Lasse und Fabian heute getauft werden sollen. (eventuell hier in die Schale einschütten)

Wasser-Mediation
Wasser – Zeichen des Lebens.

- blaues Tuch auf den Altar legen -

Alles Leben kommt aus dem Wasser.

Es wimmle das Wasser von lebendigen Getier.

So ruft Gott die ersten Lebewesen ins Dasein.
Alle höheren Formen des Leben haben sich aus den Wassertieren entwickelt.
So sagen die Biologen.
Jedes menschliche Leben reift im schützenden Fruchtwasser einer Mutter. Das wissen wir alle.
Alles Leben dieser Welt kommt aus dem Wasser.
Wir sind auf Wasser angewiesen, um zu überleben.

Wasser kann man hören.
Munter vor sich hinsprudelnd aus einer kleinen Quelle. (CD 1)
Leise plätschernd als dünnes Rinnsaal aus dem Krug oder dem geöffneten Wasserhahn. (CD 2).
Rauschend wie ein wild dahinfließender Gebirgsbach. (CD 3)
Unaufhörlich tosend wie die Wogen des Meers gegen den Strand. (CD 4)

Wasser kann man trinken. (CD 5)
Unverdorbenes Wasser – mit Bedacht getrunken –
Wird zum Heilwasser.

- Wassergeräusch CD 1 läuft leise im Hintergrund bis zum Ende der Meditation mit)
In Wasser kann man baden.
Es kühlt erhitzte Gemüter.
Wie neugeboren entsteigt man seinen Fluten.

Wasser kann aber auch töten.
Durch die unbändige Kraft,
die einen Menschen in die Tiefe zieht.
Durch Pestizide und Nitrate,
die das Wasser zum Gift werden lassen

Wir haben das Wasser nicht selbst gemacht.
Es entspringt der Erde.
Oder es fällt buchstäblich vom Himmel.

Quellen – Ursprung des Wassers. Früher waren Quellen immer heilige Orte.
Jeder Schluck, den man aus einer Quelle trinkt;
Jede Erfrischung, die wir dem Wasser verdanken –
sie sind zugleich immer auch Sinnbild für ein anderes Geschehen.
Ein Geschehen – ein Geheimnis tief im Menschen.

Kostbar wie das Leben selber ist das Wasser.
Gute Gabe der Schöpfung Gottes.
Im Zeichen der Taufe werden die Möglichkeiten des Wassers gebündelt.
Auf den Punkt gebracht,
Da wird uns das Wasser von neuem zur Lebensgrundlage.
Da fließen Ströme lebendigen Wassers.

Wasser –
so in den Dienst des Segens an einem Menschen gestellt –
wird uns zum Weih-Wasser.
Pures, reines Wasser nur –
und doch geheimnisvolles Zeichen des Lebensfülle.
Wasser –
durch Gottes Hände wird es zum Wasser des Lebens.

TL EG 211,1+3+5: Gott, der du alles Leben schufst


Eltern- und Patenfrage
Ich möchte sie und euch, die Eltern und die Paten nun fragen: Vertraut ihr diesem Wasser des Lebens? Und vertraut ihr dem, der das Zeichen des Wassers zum Zeichen seiner Fülle macht – Gott, dessen Menschlichkeit und Menschenfreundlichkeit wir an Jesus und seinem Leben ablesen können. Gott, dem sich alles Leben verdankt? Dann antwortet gemeinsam: Ja, Gott helfe mir!

Eltern und Paten: Ja, Gott helfe mir

- Eltern und Paten stehen auf und kommen nach vorne. -

Gebet der Eltern

Taufe von Lasse Max Neubrand
Frage nach dem Namen (Fabian hält Lasse)
Namenserklärung
Lasse; schwedische Koseform von Lars, Lars ist die schwedische Umformung des lateinischen Laurentius. Laurentius kommt vom ungarischen Namen Wladislaw. Vladi=Herrschaft; slava=Ruhm.
Wladislaw wurde um 1040 geboren und wurde 1077 König von Ungarn. Er starb am 29. Juli 1095. Sein Todestag ist bis heute der Namenstag.

Taufe von Lasse
Segensvotum
Taufspruch
Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. - Psalm 91,11

Solistisches Lied: Klein ist, mein Kind, dein erster Schritt

Taufe von Fabian Erhard Neubrand
Namenserklärung: Fabian führt uns in die römische Welt; kommt vom lateinischen Fabianus; dieses dann von Fabius, d.h. zu dem Geschlecht der Fabier gehörig. Fabian war seit dem Jahr 236 Papst und tat sich als Organisator des Kirchenwesens der Stadt Rom hervor. Er wurde am 20. Januar 250 als Märtyrer getötet. Der 20.Januar ist der Namenstag. Patron der Töpfer und Zinngießer.

Frage: Lieber Fabian. Es ist schön, dass du dich entschlossen hast, dich zusammen mit deinem kleinen Bruder taufen zu lassen. Bei kleinen Kindern werden die Eltern und Paten gefragt, ob sie ihr Kind taufen lassen wollen. Du bist längst groß genug, dass ich dich selber fragen kann. Und genau dies möchte ich jetzt auch tun. Fabian, willst du getauft werden, dann antworte jetzt einfach mit ja.

Fabian: Ja

Taufe von Fabian
Segensvotum
Taufspruch
Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Friede im Glauben. – Römer 15,13

Paten gehen an ihren Platz – Eltern mit Taufkindern bleiben vorne.
Begrüßung der beiden Täuflinge
Segnung
Übergabe der Taufkerzen
Solistisches Lied: Ich will dich so, wie du bist

Fürbitten Hinweis auf Kehrvers 178.11
Gott, in dir müssten wir uns verwurzeln, du bist der Lebensgrund, auf dem wir uns entfalten, der Mutterboden, auf dem wir wachsen und gedeihen können.

Erspare uns deine lebendigmachende Gegenwart nicht, Gott, tragender Grund unseres Daseins. Weil du uns gut tust, rufen wir zu dir:

Alle: Herr, erbarme dich (EG 178.11)

Gott, wie Wasser müsstest du manchmal über uns kommen, uns erfrischen mit deiner Lebendigkeit und Lebensfreude, damit wir uns wie neugeboren fühlen können, uns herausreißen aus den vielen liebgewordenen Gewohnheiten, die uns den Blick auf unsere Mitmenschen und auf dich verstellen.

Erspare uns deine lebendigmachende Gegenwart nicht, Gott belebende Quelle unserer dahinfließenden Lebensfreude. Weil du uns gut tust, rufen wir zu dir:

Alle: Herr, erbarme dich (EG 178.11)

Gott, die Luft, die wir atmen, ist wie der lebendige Hauch des Lebens. Deine Gegenwart saugen wir uns auf, du füllst unseren Körper und unseren Geist mit dem, was uns den Kopf frei macht und unser Herz öffnet.

Erspare uns deinen Geisthauch nicht, Gott, Atem des Lebens und belebende Kraft unseres Daseins. Weil du uns gut tust, rufen wir zu dir:

Alle: Herr, erbarme dich (EG 178.11)

Gott, du müsstest brennen in uns, damit wir uns nicht abgeben mit Gewalt und Ungerechtigkeit. Beflügeln würde uns dein Feuer, das in uns die Sehnsucht nach einer Welt am Leben hält, in der der Mensch nicht des Menschen Wolf ist, sondern Schwester und Bruder.

Erspare uns deine feurige Kraft nicht, Gott, Kraft und Energie, aus der wir leben. Weil du uns gut tust, rufen wir zu dir:

Alle: Herr, erbarme dich (EG 178.11)

Vater unser
Abkündigungen
SL EG 581,1-3: Segne uns, o Herr
Liturg: So segne und behüte ...
Gemeinde: Amen. Amen. Amen.

Orgelnachspiel
Traugott Schächtele

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